Osteuropa-Studien Bern-Fribourg

Osteuropa-Studien Bern-Fribourg
Themenabend

Die "Protokolle der Weisen von Zion" vor Gericht. Ein Themenabend an der Universität zum Berner Prozess vor 80 Jahren

Mittwoch, 18.10.2017, 18:15 Uhr


Archiv für Zeitgeschichte, ETH Zürich

1933 rückte Bern ins Zentrum internationalen Interesses als der Schweizerische Israelitische Gemeindebund und die Israelitische Kultusgemeinde Bern Strafanzeige gegen die Verbreiter der «Protokolle der Weisen von Zion» einreichten. Zentrales Ziel der Kläger vor dem Berner Amtsgericht war es, die Entstehungsgeschichte und die Authentizität des Textes zu überprüfen und damit einen (weiteren) Beweis für die Fälschung des Dokumentes zu erbringen. In einem wegweisenden Urteil klassifizierte das Gericht 1935 die Protokolle schliesslich als Schundliteratur und verurteilte zwei der Angeklagten zu symbolischen Geldstrafen.

Die Veranstaltung des Lehrstuhls für Neueste Allgemeine und Osteuropäische Geschichte beleuchtet 80 Jahre nach den Ereignissen die Vorgeschichte, den Ablauf und die Folgen des Berner Prozesses. Aus drei verschiedenen Fachrichtungen (Geschichtswissenschaft, Judaistik und Rechtswissenschaft) wird ein genauer Blick auf den Prozess geworfen und damit eine differenzierte historische Einordnung des Verfahrens ermöglicht.

Veranstaltende: Prof. Dr. Julia Richers
Redner, Rednerin: Prof. Dr. Julia Richers: Bern im Brennpunkt. Die Israelitische Kultusgemeinde in Bern und der Antisemitismus der 1930er Jahre; Dr. Michael Hagemeister: Die «Protokolle der Weisen von Zion» vor Gericht: Der Berner Prozess 1933–1937; Prof. Dr. Sibylle Hofer; Der Prozess aus juristischer Perspektive; Prof. Dr. René Bloch: Kommentar und Diskussion
Datum: 18.10.2017
Uhrzeit: 18:15 - 20:00 Uhr
Ort: Hörsaal 201 (2. OG)
Uni Bern Hauptgebäude
Hochschulstrasse 6
3012 Bern
Merkmale: Öffentlich
kostenlos